Rückblick Schengen-Aktion

Die unerfreulichen Pläne der dänischen Regierung ständige Grenzkontrollen wiedereinzuführen und die nicht weniger ärgerlichen Vorschläge aus Italien und Frankreich zur Reform der Schengener Abkommen hatten uns bewogen binnen weniger Wochen Aktionen in Krusau (Dänemark), Schengen und Kehl zu organisieren.

Ich muss sagen, ich bin sehr beeindruckt wie schnell wir das auf die Beine gestellt haben und wie gut die Landesverbände mitgezogen haben. An der zentralen Aktion in Krusau beteiligten sich JEF’er aus Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und auch Berlin und nahmen teilweise eine sehr weite Anreise dafür in Kauf. Die Berliner reisten mit einem Kleinbus an, die Schleswig-Holsteiner eigenständig und alle anderen trafen sich beim Hamburger Hauptbahnhof um mit dem eigens gecharterten Reisebus, den die Gebrüder Nicholas und Benjamin Gildemeister sehr günstig und schnell organisierten, die Reise gen Krusau anzutreten.

Mit von der Partie auch Ingo Espenschied, Mitglied im Landesvorstand der Europa-Union Rheinland-Pfalz, der dieses Ereignis, dass ihn an die Grenzpfahlaktionen in den 50ern erinnerte, miterleben und dokumentieren wollte. Die hier gezeigten Bilder sind vom ihm. Besten Dank, Ingo!

Auch die JEF Baden-Württemberg war mit einer Aktion in Kehl beteiligt und die JEF Saarland gemeinsam mit der JEF Luxemburg in Schengen.

Weitere Berichte findet Ihr hier:

Es gab außerdem eine ganze Reihe von Presseberichten. Bedauerlich ist allerdings wie schlampig viele Journalisten arbeiten. So schickte DPA Photographen. Ein solches Pressebild wurde z.B. von der Welt zur Bebilderung eines Artikels zum Schengen-Thema benutzt und falsch untertitelt mit „Deutsche und dänische Sozialdemokraten zersägen symbolisch einen Schlagbaum, um so gegen die geplante Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu protestieren.“  Kein Wort davon, dass es sich um eine überparteiliche Aktion handelte, bei der noch sehr viel mehr Parteiorganisationen beteiligt waren. Kein Wort davon, dass der links im Bild gezeigte, der JEF-Landesvorsitzende Hauke Petersen war. Auch die DPA-Meldung wurde von vielen überregionalen Zeitungen verwendet; natürlich ohne die JEF zu nennen. Positive Ausnahme die Zeitungen, die selbst vor Ort waren. So zum Beispiel der Nordschleswiger, der die JEF Haukes Namen nannte und die Kieler Nachrichten, die die JEF und Julien Motschiedler erwähnten, der dem Landesvorstand der JEF-Hamburg angehört.

Die JEF war die treibende Kraft hinter der Aktion und organisierte u.a. den Grenzpfahl der zersägt wurde; leider fiel das den ganzen Schreiber, die eine spärliche DPA-Meldung nahmen, nicht auf. Die Aktionen, bei denen die JEF die meisten Teilnehmer stellte und bei denen lokale Medien vor Ort waren hatten deutlich trefferendere Berichte. So berichtete, das Luxemburger Wort von der Aktion in Schengen und die Badischen Neusten Nachrichten / der Bühler Bote von der Aktion in Kehl.

Unser regionales Hamburger Abendblatt nannte die JEF immerhin in der Vorankündigung und zeigten in der Bildstrecke nach der Aktion ein JEF-Banner.

Wir haben aus der Aktion eine Lehre gezogen: Pressemitteilungen alleine reichen nicht; auch dann nicht, wenn man in diesen als Hauptorganisator genannt wird. Das eigene Logo muss wirklich überall zu sehen sein. Das nächste Mal bringen wir das JEF-Logo auf dem Grenzpfahl an und bedauern nicht mehr, dass leider kaum JEF’er auffällige T-Shirts trugen. Der Bundesvorstand hat reagiert und kümmert sich gerade um das Design und den Druck von auffälligen JEF T-Shirts, die bei Aktionen getragen werden können.

Wir werden das nächste Mal auf eine Medien-Checkliste erstellen. Wichtigster Punkt: immer schön die Reihen schließen und sich aktiv vor die Kameras bewegen. Den Inszenierung ist alles…